USB-Host & unterstützte Geräte
Der USB-2-Port der FrenschPress kann als USB-Host betrieben werden. In dieser Rolle steuert die FrenschPress ein angeschlossenes USB-Gerät, statt sich selbst als USB-Gerät an einem Rechner anzumelden.
Unterstützt werden zwei Gerätefamilien:
| Gerät | Funktion |
|---|---|
| Elgato Stream Deck | Zusätzliche Tastenfläche mit Macro-Belegung, Farb- und Text-Feedback, Timecode-Anzeige und gerätelokalem Tools-Menü |
| FrenschConnection LTC-Dongle | LTC-Eingang – der Dongle wandelt LTC in MTC, das die FrenschPress wie jede andere Timecode-Quelle behandelt |
USB-Host aktivieren
Die USB-2-Rolle wird in den Einstellungen unter USB Host Support umgeschaltet.
- Enable USB Host support aktivieren
- Save & Restart USB 2 drücken
- USB 2 startet neu und übernimmt die neue Rolle
Der Status wird darunter live angezeigt (Checking USB 2 status…, danach der erkannte Zustand). Schlägt der Start fehl, erscheint zusätzlich Retry now.
Die USB-2-Rolle ist exklusiv. Im Host-Modus meldet sich USB 2 nicht mehr als USB-MIDI-Gerät an einem Rechner an. MIDI-Ausgabe läuft dann über USB 1, RTP-MIDI und die Netzwerkprotokolle.
Die Platine liefert keine USB-VBUS-Spannung. Jedes USB-Zubehör im Host-Modus muss deshalb über einen aktiven (powered) USB-Hub angeschlossen werden – Stream Deck wie LTC-Dongle.
Unterstützte Stream Decks
Alle Geräte verwenden die Elgato VID 0FD9.
| PID | Gerät | Tasten | Encoder |
|---|---|---|---|
006D | Stream Deck 2019 | 15 | 0 |
0080 | Stream Deck Mk.2 | 15 | 0 |
00A5 | Stream Deck Mk.2 (Scissor Keys) | 15 | 0 |
00B9 | Stream Deck 15-Key Module | 15 | 0 |
0084 | Stream Deck + | 8 | 4 (+ Touchleiste) |
Nicht unterstützt
| Gerät | Grund |
|---|---|
Stream Deck Classic (2017, PID 0060) | Legacy-Protokoll |
| Stream Deck Mini | Legacy-Protokoll |
| Stream Deck XL / XL 2022 / 32-Key Module | Für eine kommende Hardware-Generation vorgesehen |
| Zwei Geräte gleichzeitig | Der Host bedient ein USB-Zubehör zur Zeit |
Hubs, Docks und Fehlerbilder
- Aktiver Hub erforderlich. Ein einfacher powered Full-Speed-/USB-1.1-Hub ist die zuverlässigste Variante.
- Composite-Docks funktionieren. Manche Docks melden neben dem Hub weitere herstellerspezifische Funktionen an. Diese werden abgelehnt (z. B. eine Anker-Zusatzfunktion), ohne das dahinterliegende Stream Deck zu verlieren – neue Geräte werden in einer Warteschlange geführt und der Bus zyklisch neu gescannt.
- Geräte, die später eingesteckt werden, werden erkannt. Solange am Hub Geräte enumeriert sind, bleibt der Host-Modus aktiv.
- Bleibt das Gerät stumm, hilft in der Regel ein anderer, einfacher powered Hub oder ein anderer Host-Controller.
LTC-Dongle
Der FrenschConnection LTC-Dongle wird im selben Host-Modus automatisch erkannt. Er liefert MTC aus einem LTC-Signal; die FrenschPress behandelt diesen Timecode wie jede andere Quelle und kann ihn auf USB 1, Art-Net und die Timeline verteilen.
Quarter-Frame-Pakete werden ohne Umsortierung durchgereicht, sodass Vorwärts- und Rückwärts-/Scrub-Läufe ihre Richtung behalten.
Wird ein erkanntes Stream Deck oder ein Dongle entfernt, läuft eine 60-Sekunden-Rückfallzeit, nach der USB 2 wieder in die Geräterolle wechselt — allerdings nur, solange am Bus überhaupt kein Gerät mehr enumeriert ist.